Tagesfahrt auf der Dove- und Goseelbe

Bergedorf Tagesfahrt

Suppe aus ………….  oder Tagesfahrt auf der Dove- und Goseelbe

Wir Wanderruderwartinnen erhalten in jedem Jahr eine Einladung zu einer Ausfahrt mit allen Hamburger Wanderruderwarten, organisiert durch den Hamburger Landeswanderruderwart Ulrich Rothe.
In 2015 sollte es zu einer Rundfahrt vom RC  Bergedorf über die Dove- und Goseelbe und Fahrt auf dem Neuengammer Durchstich zurück zum Bergedorfer Ruderclub gehen. Klang richtig gut, aber leider mussten wir absagen.
Birgit ließ das keine Ruhe und so organisierte sie die Fahrt für den  20. April 2016. Mit im Boot saßen Vida, Anne, Annette und Gisela.  Leider musste die geplante Ruderstrecke schon  vor dem Start geändert werden, da  die Durchfahrt durch den Neuengammer Durchstich vom 15.4. – 15.6. verboten ist,  in dieser Zeit  ist Vogelbrutsaison. Danach ist eine Durchfahrt nicht möglich, da der schmale Kanal im Sommer verkrautet.
Mit dem üblichen Wanderrudergepäck und allem für ein Picknick ausgestattet trafen wir uns um 10.00h beim RC Bergedorf und übernahmen unser bestelltes Boot.
In der Nacht zuvor hatte es gefroren, aber jetzt schien die Sonne und für den Tag war kein Niederschlag angesagt.  Es wehte aber  kräftig aus süd-west was zur Folge hatte, dass unser Boot  beim Ablegen immer wieder auf den Steg gedrückt wurde.  Unsere erste Steuerfrau Vida ließ sich davon aber nicht beeindrucken und mit klaren Kommandos legten wir ab und verschwanden mit  kräftigem Schiebewind durch das schmale Flutschutztor in den hinteren Teil der Doveelbe.
Dort war es sehr viel ruhiger und wir konnten die schönen Häuser, teilweise mit Reet gedeckt,  und hübsch angelegten Gärten links und rechts vom Ufer bewundern. Ein Eisvogel wurde gesichtet. Annette erzählte von einem besonderen Architekten-Haus mit riesigem Wintergarten, in dem sogar große Palmen wachsen. Hin und wieder finden dort kulturelle Veranstaltungen statt. Wir fanden es und waren schwer beeindruckt.
Nach ca. 4 km auf der Doveelbe bis  Neuengamme mussten wir wenden, danach wird es zu schmal zum Drehen und wir fuhren zurück zum Bergedorfer Ruderclub. Nach einem kurzen Zwischenstopp kamen wir dank Steuerfrau Anne wieder gut vom Steg weg und fuhren weiter auf der Doveelbe, vorbei an saftigen Wiesen,  schönen alten Bauernhäusern, der Reitbrooker Mühle, Richtung Regattastrecke  Allermöhe. Hinter der Fußgängerbrücke beim Regattazentrum wehte eine steife Brise und wir mussten uns mächtig ins Zeug legen. Am Steg angelangt vertäuten wir unser Boot und suchten  einen sonnigen, windgeschützten  Platz für unser Picknick.
Was es da wieder alles zu essen gab könnt ihr auf dem Foto sehen, aber die beste Idee hatte Anne: Heiße Möhrensuppe aus der Thermoskanne. Dazu gab es geröstete Brotwürfel und Frühlingszwiebelringe und an große Plastikbecher, aus denen wir unsere Suppe löffeln konnten, hatte sie auch gedacht. Bei dem recht kühlen Wind eine wunderbare Idee.
Nach einer ausgiebigen Pause ging es quer über die Regattastrecke  und dort nach wenigen Ruderschlägen durch einen schmalen Spalt in einem Fluttor auf die Goseelbe.  Auf der einen Seite das Naturschutzgebiet „ die Reit“, auf der anderen Seite  immer wieder große Gewächshäuser die uns erinnerten, dass wir durch das große Hamburger Gemüse- und Blumenanbaugebiet  der Vier- und Marschlande fahren.  Die Goseelbe schlängelt sich durch kleine Ortschaften und links und rechts am Ufer laden hohe Gestelle Störche zum Bleiben ein. Irgendwann kreuzten  wir  dann die Einfahrt zum Neuengammer Durchstich. Wir fuhren noch etwas auf der Goseelbe weiter,  wendeten dann und traten die Heimfahrt an.  Wieder durch das Nadelöhr am Beginn der Goseelbe und über die Regattastrecke. Nach dem Passieren der Fußgängerbrücke ließ der Wind merklich nach und wir konnten mit ruhigen, langen Schlägen nach Bergedorf zurückrudern. Am Steg stand schon Hans-Heinrich und half uns beim Herausheben des Bootes.
Am Ende waren wir 46 km in teils unberührter  Natur unterwegs und es ist kaum zu glauben, die ganze Zeit  auf Hamburger  Stadtgebiet.

Fotogalerie

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